Werksumzug in Göppingen erfolgreich geglückt
Kleemann startet Serienproduktion für mobile Brech- und Siebanlagen
Getragen von 4.000 Tonnen Stahl, 20.000 Tonnen Beton und der Energie der hoch motivierten Kleemann Mitarbeiter, ist im Osten von Göppingen ein mustergültiges Werk für die Serienproduktion mobiler Brech- und Siebanlagen entstanden. Die Wirtgen Group optimiert konsequent ihre Stammwerke und scheut auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten keine Investitionen dieser Größenordnung.
Alles unter einem Dach
Die neue Kleemann Fertigungsstätte ist 26.000 Quadratmeter groß und perfekt auf die gigantischen Dimensionen der Brech- und Siebanlagen abgestimmt. „Insgesamt umfasst unser Betriebsgelände 125.000 Quadratmeter. Bei den Größen unserer Anlagen haben wir natürlich auch entsprechende Außenflächen für die Lagerhaltung eingeplant. Das Verwaltungsgebäude beherbergt auf 4.000 Quadratmeter neue, großzügige Büros, mehrere Besprechungsräume sowie ein Schulungszentrum und eine Kantine“, sagt Berthold Grießhaber, Produktionsleiter der Kleemann GmbH, nicht ohne Stolz. Grießhaber und sein Team aus externen Architekten, Bauingenieuren und Fachplanern plus internen Vertretern der Fachabteilungen meisterten innerhalb eines Jahres die Zusammenlegung von drei Produktionsstätten unter ein gemeinsames Dach – und das ohne die laufende Produktion zu gefährden. „Natürlich galt es, die Lieferzeiten für die Kunden einzuhalten“, erklärt Grießhaber.
Höhere Produktqualität, mehr Jahresproduktion
„Die Anstrengungen des letzten Jahres haben sich voll ausgezahlt. Uns ist mit der Bündelung der gesamten Produktion an einem Ort ein entscheidender Schritt zur Optimierung der Prozesse und des Materialflusses gelungen“, erläutert Montageleiter Michael German. „Die kurzen Wege von der Vorfertigung bis zur Endmontage gestalten den Montageablauf wesentlich effektiver“, berichtet German über die ersten Produktionserfahrungen im neuen Stammwerk im Gewerbegebiet Stauferpark. Die mobilen Brech- und Siebanlagen werden in vier Montagelinien in Taktmontage gefertigt. „So können wir die Durchlaufzeiten signifikant reduzieren“, erklärt German. Die Montagelinien lassen sich, je nach Auftragslage, flexibel an die einzelnen Produktsparten anpassen. „Wo in der Vorwoche noch Siebanlagen unserer Mobiscreen Serie gefertigt wurden, kann in der nächsten Woche schon ein Prallbrecher der Mobirex Reihe produziert werden“, ergänzt German.
Großes Hauptlager, effektiver Ersatzteilversand
Das Bereitstellen von Materialien für die Endmontage sowie die Versorgung der Kunden mit Ersatzteilen erfolgt über das 2.600 Quadratmeter große, zentrale Warenlager. Es gibt zwei Lagerzonen, in denen rund 10.000 Artikel gelagert sind. „Täglich werden hier im Schnitt 200 Artikelpositionen mit einem Gesamtgewicht von acht Tonnen abgewickelt“, erklärt der Leiter des Zentrallagers, Martin Zemmel. „Generell haben wir bei unserem Werksneubau sehr vom Know-how der anderen Wirtgen Group Stammwerke profitiert, wir haben uns überall das Beste abgeschaut“, schmunzelt Grießhaber.
Energiesparende Pulverbeschichtung von Großteilen
Ein gelungenes Beispiel für genutzte Synergien zwischen den Wirtgen Group Stammwerken ist auch die neue Großteilelackieranlage (GTA), die mit ihrer enormen Tragfähigkeit von bis zu 30 Tonnen und rund 2.000 Quadratmetern zu den größten Anlagen Deutschlands gehört. „Das System ist von derselben Firma, die zuvor die GTA der Wirtgen GmbH realisiert hat. Die Transporttraversen bei Wirtgen und Kleemann sind z.B. nahezu identisch“, beschreibt der Leiter der Abteilung Stahlbau, Helge Borsody. Weg von der Nasslackierung hin zur Pulverbeschichtung ist nicht nur ein wichtiger Schritt zur Qualitätssteigerung der Oberflächen, sondern schont außerdem die Umwelt. „Unsere Anlage geht weit über die Anforderungen der EU-Umweltrichtlinien hinaus“, ergänzt Borsody.
Vertriebsorganisation sorgt für steigende Nachfrage
Durch die kontinuierliche Eingliederung von Kleemann in die Vertriebsstrukturen der Wirtgen Group wird in den nächsten Jahren die Erschließung weiterer Märkte fortgesetzt. „So starten ab dem 1. Januar 2010 auch die vier deutschen Wirtgen Group Niederlassungen mit dem Vertrieb von Kleemann Produkten. Wirtgen Augsburg, Wirtgen Hamburg, Wirtgen Windhagen und Wirtgen Zwickau ersetzen dann unsere deutschen Werksvertretungen – so erreichen wir auch im deutschen Markt einen erweiterten Kundenkreis“, erklärt Markus Wörner, Gesamtvertriebsleiter der Kleemann GmbH. Zeitgleich wird auch in Italien, der Türkei und in Lateinamerika mit dem Verkauf von Kleemann Produkten über das Wirtgen Group Vertriebsnetz begonnen. „Mit dem neuen Werk haben wir jetzt die nötigen Produktionskapazitäten, um die zusätzliche Nachfrage aus den neu erschlossenen Märkten zu bedienen“, freut sich Wörner.
Der Standort Deutschland in Verbindung mit dem großen Know-how der Kleemann Mitarbeiter ist eine Konstante, die auch in Zukunft die hohe Qualität und schnelle Verfügbarkeit der Kleemann Maschinen garantiert – darauf können die Kunden bauen.