Die Belegschaft von Kleemann in Obertürkheim, um 1870.
Kleemann: Innovation beim Brechen und Sieben
Im Jahre 1857 gründete Ferdinand Kleemann eine Feilenhauerei, die sich zum ersten industriellen Betrieb in Obertürkheim bei Stuttgart entwickelte.
Nach und nach nahm Kleemann die Produktion von Futterschneidmaschinen und anderen landwirtschaftlichen Geräten auf, die in ganz Deutschland abgesetzt wurden.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm man die Produktion von Kreissägen, Exzentern und Spindelpressen auf. Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts firmierte das Unternehmen als Kleemann’s Vereinigte Fabriken und begann mit ersten Aktivitäten in der Gesteinsaufbereitung.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Aufbereitungsanlagen für die Steinindustrie ein Hauptprodukt des Unternehmens. Die Abteilung Hartzerkleinerung entwickelte sich äußerst positiv und wurde auch durch ein expansives Auslandsgeschäft zum Kern der Unternehmensaktivitäten.
In den Folgejahren wurde man eine der treibenden Kräfte bei der Entwicklung von raupenmobilen Brech- und Siebanlagen, sowohl in der Naturstein- als auch in der Recyclingindustrie. Im Jahre 2006 erwarb Wirtgen eine Mehrheitsbeteiligung von 80 %.
Die Fabriken in Obertürkheim und Faurndau um das Jahr 1900.
Erste radmobile, aus Backenbrecher und Walzwerk konstruierte Brechanlage mit Elevatoren und Flachriemenantrieb, um 1920.
Auslandsmontage einer stationären Gesteinsaufbereitungsanlage in Afghanistan, ca. 1940.
Handbeschickter, radmobiler Backenbrecher mit Trommelsieb, um 1950.
Komplett in Holz ausgeführtes Werk zur Kiesaufbereitung, um 1950.
Neuester Stand der stationären Aufbereitungstechnik, umgesetzt in einem Kalksteinwerk bei einer Leistung von ca. 700 t/h.