Steinharte Arbeit
Naturstein-Aufbereitung mit mobilen Brechern und stationären Anlagen
In der Naturstein-Aufbereitung werden mit Hilfe eines mehrstufigen Brech- und Siebprozesses größere Gesteinsbrocken zu definierten Korngrößen verarbeitet. Diese klassierten Endkörnungen finden als normgerechte Zuschlagstoffe für Beton und für Trag-, Binder- und Deckschichten aus Asphalt für den Straßenbau sowie im Hochbau Anwendung.
Stationäre Anlage, AL-Khobar, Saudi-Arabien
MOBICAT MC 120 Z im Hartgestein-Einsatz.
Gewinnung des Gesteins
Das Gestein wird im Steinbruch zunächst durch Bohren und Sprengen gewonnen. Das brechergerecht vorbereitete Material, auch Haufwerk genannt, kann dann auf zwei Wegen aufbereitet werden.
Abtransport mit Baggern oder Lkw
Findet die Aufbereitung in mobilen Anlagen statt, wird das gesprengte Gestein mit Baggern dem Brecher übergeben, der meist direkt an der Abbruchwand steht. Das gebrochene Gestein wird dann entweder auf Förderbändern direkt dem nächsten Bearbeitungsprozess zugeführt oder per Lkw abtransportiert. Eine weitere Möglichkeit ist der Abtransport des Haufwerks mit Schwerlastkraftwagen. An der Abbruchwand beladen Bagger oder Radlader die Lkws mit dem Gestein, die es dann zur stationären Aufbereitungsanlage befördern.
Kubisches Gestein hält dem Druck stand
Je höher die Druckfestigkeit des Gesteins ist, desto höher ist auch seine Tragfähigkeit. Letztere spielt insbesondere bei der Verwendung im Straßenbau eine bedeutende Rolle. Bei der Druckfestigkeit wird unterschieden zwischen hartem, mittlerem und weichem Gestein. Danach richtet sich auch der Einsatz der verschiedenen Brechtechniken bei der Aufbereitung in die verschiedenen Korngrößen. Die Tragfähigkeit wird noch von einem weiteren Parameter wesentlich beeinflusst: der Verzahnung der einzelnen Körner untereinander. Je kubischer die einzelnen Körner sind, desto besser ist auch die Verzahnung. Besonders kubische Endkörner erzielt man durch den Einsatz mehrerer Brechstufen. Charakteristisch für hochwertige Endkörner ist eine Kubizität mit einem Kantenverhältnis von bis zu 1:3.