19.07.2008

Vorabsiebung als Schlüsselfaktor für effizienten Gesamtprozess

Kalkstein gilt in der Bau- und Baustoffindustrie als einer der wichtigsten Rohstoffe. Aufgrund seiner unterschiedlichen Eigenschaften ist er vielseitig verwendbar. Der Abbau von Kalkstein kann sich schwierig gestalten, wenn er verunreinigt ist. Mit Hilfe von Kleemann Anlagen und ihrer ausgereiften Siebtechnologie lassen sich allerdings ein wirtschaftlicher Abbau und eine hohe Produktqualität realisieren.

Mobile Anlagen von Kleemann bereiten "unreinen" Kalkstein auf

Mobile Anlagen von KLEEMANN bereiten "unreinen" Kalkstein auf

Spanien: Brechen von Kalkstein mit hohem Lehm- und Erdanteil

Im Steinbruch Canteras Foj in der Nähe von Barcelona, Spanien, wird Kalkstein gebrochen. Die Besonderheit: Das Aufgabematerial ist durch einen hohen Lehmanteil extrem verschmutzt – und Lehm ist besonders schwer abzusieben. Da knifflige Aufgaben spezielle Anlagen erfordern, wundert es nicht, dass sich Eigentümer Juan Manuel Foj für den Einsatz Einer MOBIREX MR 122 RR aus dem Hause Kleemann entschieden hat. „Die Sonderanlage basiert auf der bewährten MR 122 Z, die für diesen besonderen Einsatzfall der Vorsiebung mit gestuft hintereinander angeordneten Rollenrosten vom Typ RRS 12,5/8 und RRS 12,5/6 ausgestattet ist. Die Anlage arbeitet also nicht mit dem bekannten und an sich schon hocheffektiven Doppeldecker- Schwerstücksieb“, erklärt Michael Schwarz, Kleemann Vertriebsleiter für Europa. So werden nicht nur die Feinanteile erfolgreich ausgesiebt, sondern auch eine beeindruckende Aufgabeleistung von bis zu 350 t/h erreicht.

Siebanlage sorgt für „Feinschliff“

Diese Spitzenleistung erfordert im zweiten Schritt natürlich eine entsprechende Siebanlage für eine hochwertige und hochproduktive Endklassierung. Es gilt, die vier Endkörnungen 0–4 mm, 4–12 mm, 12–22 mm und +22 mm zu erreichen, die als Zuschlagstoffe für die Asphalt- und Betonherstellung dienen. Kein Problem für die mobile Dreidecker- Siebanlage vom Typ MOBISCREEN MS 20 D. Sie verfügt über eine imposante Siebfläche von 2.050 mm x 6.000 mm in „Bananenausführung“ und erreicht so eine Ausgabeleistung von bis zu 650 t/h. Wie auch bei der MR 122 RR ist das Antriebskonzept dieselelektrisch. Dadurch ist der Betrieb verbrauchsgünstig und ermöglicht außerdem die steuerungstechnische Verriegelung der Anlagen untereinander. Optional können beide Anlagen mit stationärem Strom betrieben werden – was die Betriebskosten noch einmal erheblich senken kann.

Russland: Zwei Brechstufen, zwei Vorabsiebungen und vier Endklassierungen für beste Qualität

Die LSR Group zählt zu den größten Unternehmen der russischen Bauindustrie. Derzeit baut die Firmentocher OOO Zement LSR ein modernes Zementwerk in der Nähe von St. Petersburg. Dort sollen künftig 1,85 Millionen Tonnen Zement pro Jahr produziert werden. Dafür wird in Slanzy, einer Kleinstadt unweit der estnisch-russischen Grenze, Kalkstein abgebaut, der mit einer effizienten Kombination von mobilen Kleemann Brech- und Siebanlagen aufbereitet wird.

Aktive Doppeldecker-Vorsiebe im Einsatz

In zwei Brechstufen werden rund 240 Tonnen 0 – 70 mm Körnungen pro Stunde hergestellt – verteilt auf drei Endkörnungen. Da das Aufgabematerial erhebliche Mengen Feinanteile enthält, entschloss man sich bei OOO Zement LSR, für beide Brechstufen ausschließlich Anlagen mit aktiven Vorsieben einzusetzen. „Nicht zuletzt deshalb haben wir uns für zwei mobile Kleemann Anlagen entschieden“, erläutert Herr Putjata, Hauptmechaniker von OOO Zement LSR. In der ersten Brechstufe kommt ein mobiler Backenbrecher vom Typ MOBICAT MC 120 Z zum Einsatz. „Diese äußert robust gebaute Anlage bricht das 0–800 mm große Gestein auf eine Größe von 0–250 mm vor. Schon in dieser Stufe wird über das aktive Doppeldecker-Vorsieb das Aufgabematerial effektiv gereinigt. Über einen „Bypass“ gelangt das vorgesiebte Material am Brecher vorbei direkt auf das Austragsband, was die produktive Arbeitsweise der Anlage zusätzlich steigert“, betont Herr Kosmatschew, Direktor von OOO Zement LSR. In der zweiten Brechstufe wird das Material auf die Größe 0–70 mm zerkleinert. Diese Aufgabe übernimmt der mobile Prallbrecher vom Typ MOBIREX MR 130 Z. Er verfügt ebenfalls über ein aktives Doppeldecker- Vorsieb, um die restlichen Verunreinigungen der Größe 0–30 mm zu entfernen. Durch die Nachsiebeinheit wird das Überkorn der Größe +70 mm ausgesiebt und aufgehaldet – bis zur späteren Wiederverwendung als Grundmaterial für den Straßenbau. Zur Endklassierung übergibt der Brecher MR 130 Z das Material 0–70 mm auf eine mobile Zweidecker Siebanlage vom Typ MOBISCREEN MS 19 Z. Diese sowohl im Recycling als auch im Naturstein einsetzbare Anlage ermöglicht mit ihrer Siebgröße von 1.520 x 6.100 mm Ausgabeleistungen von bis zu 500 t/h. In diesem Fall trennt sie das Material in die Endkörnungen 0–20 mm, 20–45 mm und 45–70 mm und trägt diese über ihre großzügig dimensionierten Austragsbänder auf Halde aus.

Die Baustelle: Steinbruch Canteras Foj in der Nähe von Barcelona, Spanien

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